Ein Meister seines Fachs: Kevin Stribick – Installateur- und Heizungsbaumeister

Aus dem Marktblatt vom 11.11.2020

Kevin Stribick, Jahrgang 1996, darf sich seit Kurzem Installateur- und Heizungsbaumeister nennen. Er arbeitet im elterlichen Betrieb und hat dieser Tage – unter strengen Corona-Hygiene-Maßnahmen – seinen Meisterbrief überreicht bekommen. Die große Feier der Lossprechung fiel aus – wurde aber digital übertragen und so konnte das Ereignis wenigstens im kleinsten Kreis zu Hause gefeiert werden.

Schule & Ausbildung

Nach dem Besuch von Grund- und Realschule in Holzgerlingen, legte Kevin Stribick 2015 das Abitur am Technischen Gymnasium der Gottlieb-Daimler-Schule ab. Ein Handwerksmeister mit Abitur – ja warum nicht! „Eine weiterführende Schule zu besuchen war auf keinen Fall hinderlich. Es erweitert den Horizont – und gibt mehr Zeit, um zu überlegen, was man denn lernen möchte – oder nicht. Ich wusste zum Beispiel, dass ich nicht studieren möchte. Und der elterliche Handwerksbetrieb war natürlich eine feste Größe bei meinen Überlegungen…!“, sagt Kevin Stribick im Rückblick auf die Schulzeit.

Im Herbst 2015 begann er die Ausbildung zum Anlagenmechaniker SHK bei der Gühring GmbH & Co. KG in Rottenburg. Warum lernt man nicht daheim in Betrieb? „Das macht schon Sinn“, so Kevin Stribick, „man sieht mal was Anderes und ist auch anders gefordert, denn man hat ja nicht die Eltern um sich. Ein fremder Lehrbetrieb, das halte ich für wichtig.“

Im Juli 2018 war diese Ausbildung beendet, bis Januar 2019 hat Kevin Stribick noch bei Gühring gearbeitet und dann im Februar 2019 bei der Robert-Mayer-Schule mit der Weiterbildung zum Meister begonnen. Im Januar war dies abgeschlossen, seit Februar 2020 ist er eine Mitarbeiter im elterlichen Betrieb. Seit 2013  mit Sitz an der Wilhelmstraße in Holzgerlingen.

Ein Blick in die Zukunft

„Den Meister in der Tasche zu haben ist ein tolles Gefühl, ich freu‘ mich und bin stolz drauf. Aber der Titel allein ist es natürlich nicht. Man braucht erst mal eine Menge Berufserfahrung. Auf den Baustellen und im Büro, bis man sich wirklich vorstellen kann, einen solchen Handwerksbetrieb wie unseren, zu leiten!“ So die realistische Einschätzung des jungen Meisters.

Veränderungen in 2021

In der Firma Stribick  wird es zum Jahreswechsel Veränderungen geben. Die Firma hat sich laufend vergrößert auf derzeit 10 Beschäftigte, die Arbeit war mit den einstigen Mitarbeitern nicht mehr zu bewältigen. Nun wird der Platz langsam knapp – das neue Domizil wird in der Rudolf-Diesel-Straße aufgeschlagen (ehemals Briefpost-Verteilzentrum).

„Wir freuen uns schon drauf – nicht auf den Umzug – aber auf die neuen größeren Räume, auf genug Büro- und Lagerplatz und bequemes ein- und ausladen unserer Fahrzeuge, wenn wir alles auf einer Ebene haben…!“, so Eltern Stribick und Sohn unisono.

Nach wie vor ist es in dieser Branche schwer, Auszubildende und qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Um so beruhigender für Edel und Klaus Stribick, dass die Betriebsnachfolge bereits in trockenen Tüchern ist, denn genau dies ist das Ziel ihres Sohnes Kevin.

Wir wünschen ihm Durchhaltevermögen und alles Gute!