Es gibt mehr Geld! - BAFA: Änderungen seit dem 1. April 2015

Klimafreundliche Heizungen werden ab dem 1. April höher bezuschusst. Das sollten Hausbesitzer für sich nutzen, denn von der Erhöhung der Fördersätze des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) profitierten auch Privatpersonen, die ihre Heizanlage erneuern möchten. Der Zuschuss ist vor allem dann von Vorteil, wenn die eigene Heizung älter als 20 Jahre ist. Dann lohnt sich ein Umrüsten auf erneuerbare Energien auf jeden Fall. Für Heizungen, die vor 1985 eingebaut wurden, besteht sogar die Pflicht, diese bis Ende des Jahres auszutauschen. Laut Energieeinsparverordnung dürfen solche Anlagen ab 2016 nicht mehr betrieben werden.

Wer hilft weiter?

Am besten fragen Hausbesitzer einen geschulten Handwerker  und Energieberater. Er nimmt die einzelnen Gebäudeteile wie Außenwand, Dach und Fenster unter die Lupe und bewertet die Heizungsanlage nach ihrer Energieeffizienz. Der Check gibt erste Anhaltspunkte, an welchen Stellen des Hauses Verbesserungspotenzial besteht und ob sich eine neue Heizungsanlage lohnt. Wenn der Check an mehreren Stellen zeigt, dass zu viel Energie verschwendet wird, sollte man auch weitere Maßnahmen wie die Dämmung des Daches oder der Wände, die Isolierung der Heizungsrohre oder den Einbau neuer Fenster in Betracht ziehen. Ein gut gedämmtes Haus braucht längst nicht so viel Heizleistung wie ein unsaniertes.

Förderung von Solarthermieanlagen

Das lohnt sich ab April noch mehr: Für Solarthermieanlagen klettern die Fördersätze von 90 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche auf 140 Euro. Die Mindestförderung beträgt 2.000 Euro (vorher 1.500 Euro). Auch die Erweiterung einer bestehenden Anlage kann gefördert werden: Der Zuschuss liegt dann bei 50 Euro pro Quadratmeter. Wieder aufgenommen hat das BAFA die Förderung kleiner Solarthermieanlagen zur ausschließlichen Warmwasserbereitung. Diese können mit 50 Euro pro Quadratmeter bezuschusst werden, für Erstinstallationen beträgt der Mindestfördersatz 500 Euro.

Heizen mit Holz

Wer sein Haus künftig mit Holz heizen möchte, kommt mit der neuen BAFA-Förderung ebenfalls auf seine Kosten: Für Pellet-, Hackschnitzel- und Scheitholzkessel, die die technischen Mindestanforderungen erfüllen, gelten ab April Pauschalfördersätze bis zu 3.500 Euro (vorher 2.900 Euro). Besonders effiziente Anlagen mit Pufferspeicher kommen sogar auf 5.250 Euro Zuschuss. Für alle förderfähigen Anlagen gilt: Wer seine Holzheizung mit einer Solarkollektoranlage oder einer effizienten Wärmepumpe kombiniert, kann sich über einen Bonus in Höhe von weiteren 500 Euro freuen. Denn auch Wärmepumpen, die Energie aus der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser an das Heiz-system des Hauses weitergeben, können bei Erfüllung der technischen Mindestanforderungen bezuschußt werden: Die Pauschalsätze wurden abgeschafft, jetzt richtet sich die Förderhöhe nach der genormten Wärmeleistung der Pumpen.

Mindestens 1.500 Euro zahlt das BAFA für Luftwärmepumpen, der Fördersatz liegt bei 40 Euro pro Kilowatt installierter Leistung. Noch mehr Geld erhalten Sanierer, die sich für eine in der Anschaffung teurere Grundwasser- oder Erdwärmepumpe entscheiden: Mindestens 4.500 Euro werden bei solchen Anlagen fällig, die Fördersätze reichen bis zu 100 Euro pro Kilowatt installierter Leistung.

Quelle: BAFA