Frischwasser-Module zur Erwärmung von Trinkwasser

Warmes Leitungswasser (Trinkwasser) – wie energieeffizient wird es erzeugt und wie hygienisch ist es?

Eine warme Dusche, ein heißes Bad oder einfach nur die besseren Reinigungseigenschaften von warmem Wasser nutzen. In Haushalten, Gewerbe und Industrie ist es nicht mehr wegzudenken und bietet uns einen selbstverständlichen und unverzichtbaren Komfort.  Doch wie energieeffizient ist die Erwärmung und Bereitstellung von Trinkwasser in einem Haushalt? Immerhin entfallen ca. 20-30% der Heizkosten auf die Erwärmung von Leitungs(trink)wasser. dass nur 30-70% der Heizenergie für das warme Leitungswasser dann auch tatsächlich dem entsprechen, was aus dem Wasserhahn kommt, ist kaum bekannt. Anders gesagt: Erhebliche Wärmeverluste und ein schlechter Wirkungsgrad bei der Wärmeerzeugung führen dazu, dass man bis zu dreimal so viel Energie dafür aufwenden muss, wie eigentlich erforderlich wäre, um die tatsächlich verbrauchte Warmwassermenge zu erhitzen. Ein Frischwasser-Modul ersetzt einen Warmwasserboiler und trägt zur Steigerung der Effizienz bei.
 
Mit einem Frischwassermodul wird das warme Trinkwasser mittels eines kompakten Wärmetauschers bei Bedarf (wenn der Wasserhahn aufgedreht wird) erzeugt. Dabei wird die Wärme im Heizwasser der Heizungsanlage an das Trinkwasser übertragen. Es ist also eine Art Durchlauferhitzer, dass den Heizkessel oder Solarwärmeanlage, anstelle von Strom als Wärmequelle nutzt. Moderne Frischwasser-Module haben die Eigenschaft eine besonders kalte Rücklauftemperatur im Heizsystem zu erzeugen und dadurch den Wirkungsgrad des Heizkessels deutlich zu verbessern. Sie können an ein bestehendes Zirkulationsnetz angeschlossen werden und passen sich automatisch dem Verhalten der Bewohner an, sie stellen also warmes Leitungswasser dann zur Verfügung wenn es gebraucht wird. Die gewünschte Warmwassertemperatur lässt sich von 30-65°C einstellen und wird auch bei schwankenden Zapfmengen konstant erzeugt. Der Einsatzbereich geht vom Einfamilienhaus bis zum großen Wohnkomplex.
 
Ein weiterer Punkt ist die Wasserhygiene. Jeder der einen alten Warmwasserspeicher öffnet und dort mal reinschaut, wird beim nächsten duschen ein mulmiges Gefühl haben. Der Speicher (Boiler) kann zwar zur Desinfektion aufgeheizt werden, allerdings wird meistens der Speicherboden konstruktiv bedingt nicht desinfiziert und es ist mit einem höheren Heizenergieaufwand verbunden. Da bei Frischwasser-Modulen das warme Trinkwasser nicht mehr in einem Speicher vorgehalten wird, sind diese Nachteile behoben (der Wasserinhalt beträgt gerade mal 1-2 Liter). Sie verfügen lediglich über eine Automatik zur thermischen Desinfektion der Warmwasserleitungen (z.B. Zirkulation). Sie haben also auch Voraussetzungen, um die Vorgaben der Trinkwasserverordnung zu erfüllen, sie verpflichtet z.B. Hauseigentümer ab drei Wohneinheiten das warme Leitungswasser untersuchen zu lassen und dies dem Gesundheitsamt mitzuteilen. Durch den Einsatz der Frischwasser-Module dürfte also das Ergebnis einer solchen Untersuchung sehr gut ausfallen.
 
Frischwasser-Module haben spezielle Wärmetauscher aus Edelstahl, welche bei unterschiedlichen Trinkwasserqualitäten verwendet werden können. Manche verfügen über eine Art Selbstreinigung. Kalk und Andere Ablagerungen entstehen erst gar nicht. Bei qualitativ hochwertigen Produkten,  fachgerechter Auswahl und Installation haben Frischwasser-Module also eine Menge Vorteile. Es gibt sie in verschiedenen Leistungsstufen und Bauarten, damit lässt sie sich in nahezu jedem Gebäude und individuellen Nutzeranforderungen einsetzen. Sie eignet sich besonders gut in Kombination mit einer Solarwärmeanlage und ist bei jeder Art von Heizung einsetzbar.
 
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Aus dem Marktblatt im November 2013